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Erleichterungen bei der Besteuerung von Werbeartikeln in Sicht?

Typische Werbeartikel sind Werbung, kein Geschenk! Das war eine von zahlreichen Botschaften auf einer hochrangig besetzen steuerpolitischen Veranstaltung des Instituts Finanzen und Steuern in Berlin am 19. März, die positiv aufhorchen ließen. Auf einem ersten Fachpanel wurden unter Beteiligung des Bundesministeriums der Finanzen, des Bundesfinanzhofs, der Wirtschaft und des Finanzministeriums NRW die „Missstände“ der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Sachzuwendungen im Geschäftsleben einschließlich Werbeartikel in den Blick genommen. Dabei ging es um das gegen Missbrauch gerichtete Betriebsausgabenabzugsverbot für „Geschäftsgeschenke“ über 35 € pro Jahr und Empfänger sowie die Pauschalsteuer für den Zuwendungsempfänger nach § 37b des Einkommensteuergesetzes. Gerade das Betriebsausgabenabzugsverbot wurde heftig kritisiert.
Einer der Podiumsteilnehmer aus der Finanzverwaltung bemerkte hierzu prägnant: „Ich schüttle mich, wenn ich bei 35 € an Missbrauch denken soll! Da fehlt mir mindestens eine Null“. Seitens der Finanzverwaltung wurde auch deutlich darauf hingewiesen, dass Werbeartikel nicht unter das Betriebsausgabenabzugsverbot für „Geschenke“ fallen sollten. Allein aus den Einkommensteuerrichtlinien ergibt sich dies allerdings noch nicht, ein Verfahren ist hierzu beim Bundesfinanzhof anhängig. Zur Pauschalsteuer nach § 37b EStG wurde deutlich, dass hier heute faktisch weit mehr besteuert wird, als richtig und auch angemessen wäre. Beruflich einsetzbare typische Werbeartikel an Arbeitnehmer führen etwa gar nicht erst zu Arbeitslohn und dürften weder pauschale Lohnsteuer nach § 37b EStG noch Sozialversicherung auslösen.
Auf einem abschließenden politischen Panel – hier nahmen die Bundestagsabgeordneten und Finanzausschussmitglieder Dr. Danyal Bayaz (Bündnis 90/Die Grünen), Lothar Binding (SPD), WP/StB Fritz Güntzler (CDU) und StB Dipl.-Finw. Markus Herbrand (FDP) sowie Thomas Eigenthaler, Bundesvorsitzender Deutsche Steuergewerkschaft, und Michael Pleines von Ferrero teil – wurden die Grundbedenken insbesondere der jetzigen Ausgestaltung des Betriebsausgabenabzugsverbots für Geschäftsgeschenke auch von politischer Seite geteilt. Einig war man sich parteiübergreifend in einem Punkt: So wie es jetzt geregelt ist, sollte es nicht bleiben!
StBin Dr. Janine v. Wolfersdorff, die die Diskussionsveranstaltung leitete, fasste zusammen: „Wir sind in der Diskussion um die einkommensteuerlichen Lasten bei der Besteuerung von kleinen Aufmerksamkeiten und Werbeartikeln einen deutlichen Schritt weiter gekommen. Wie groß die Schwierigkeiten des Einsatzes solcher kleinen Sachzuwendungen sind, wurde am 19. März wohl allen – auch den teilnehmenden Abgeordneten – klar. Der Gesetzgeber ist nun gefordert, sich des Themas in einem Steuervereinfachungsgesetz anzunehmen!“
Der GWW, der mit Frank Dangmann, Ronald Eckert und Ralf Samuel ebenfalls am Kolloquium teilgenommen und sich an der Diskussion beteiligt hat, wird sich im Interesse der Branche in den kommenden Monaten verstärkt für eine Reform der relevanten Steuergesetze einsetzen und Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.
Besucherrekord auf der NEWSWEEK

GWW-NEWSWEEK 2016 verzeichnet neuen Besucherrekord

Mit einem neuen Besucherrekord endete am 9. Juni in Frankfurt die diesjährige GWW-NEWSWEEK, die am 30. Mai begann und in insgesamt 8 deutschen Städten Station machte. Erneut überzeugte die Werbeartikel-Roadshow dank einer überaus innovativen wie interessanten Produktvielfalt, die großes Interesse bei den Besuchern weckte. Gekrönt wurde das Messeevent wieder einmal mehr durch spannende Locations mit vorwiegend köstlichem Catering.

83 Aussteller und 146 Händler empfingen an den acht Standorten insgesamt 4.074 Messegäste (Vergleich zum Vorjahr: 3.823). In angenehmer Atmosphäre und bei kompetenter Beratung wurde über die neuesten Werbeartikel-Highlights und -Trends informiert. Das breite Produktspektrum, die vielen Neuheiten, das Interesse der zahlreichen fachkundigen Kunden und Händler nebst dem allgegenwärtigen Informationsaustausch auf hohem Niveau sorgten allseits für zufriedene Gesichter und eine überaus positive Bewertung der beliebten Veranstaltung. Von „äußerst kompetenter Beratung“ über „großes Engagement“ bis hin zum Sonderlob für „die überaus interessierten Fachbesucher“ reichte die Palette der zustimmenden Resümees an allen Schauplätzen.

Die GWW-NEWSWEEK findet seit 14 Jahren jährlich statt und konnte seine Besucherzahlen von Jahr zu Jahr um bis zu zehn Prozent kontinuierlich steigern. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Roadshow zunehmend in den Fokus von Agenturen, Marketingfachleuten und Entscheidern aus der Industrie rückt.

 

Besucherzahlen im ÜberblickBesucherzahlen im Überblick 2

 

Beeindruckende Besucherzahlen
Den Auftakt zur Werbeartikelmesse bildete 2016 die Stadt Leipzig mit dem Kohlrabizirkus. Im Vergleich zum Vorjahr war der Veranstaltungsort mit 412 Besuchern (2015: 450) zwar etwas weniger frequentiert, demonstrierte aber dennoch, wie wertvoll Leipzig für die Roadshow ist. Am darauffolgenden GWW-NEWSWEEK-Messetag konnten in der Berliner Station 611 Gäste gezählt werden (Vorjahr: 616). Schlichtweg überwältigend war anderntags die Frequenz im Hamburger Schuppen 52: 533 Werbeartikelanwender fanden den Weg in Hamburgs attraktive Location – eine Steigerung von über 75 Prozent! Auch am 2. Juni in der Wuppertaler Stadthalle erfüllte die Veranstaltung ihre Erwartungen voll und ganz. Mit 486 Besuchern blieb die Zahl leicht über der des Vorjahres (477).

Die zweite GWW-NEWSWEEK-Woche startete am 6. Juni mit dem Messetag im Postpalast der Landeshauptstadt Bayern. Mit 427 Besuchern begeisterte München Aussteller wie Berater. Weiter ging es zur Meistersingerhalle in Nürnberg, wo am Dienstag 456 Gäste gezählt werden konnten (435 in 2015). Vorletzte Etappe war die Porsche-Arena der Stadt Stuttgart, wo wie im vergangenen Jahr knapp 500 Interessierte die Messe besuchten (498). Mit 651 Besuchern bildete die Messe Frankfurt mit dem Saal Panorama im Forum am 9. Juni das Highlight der Tour.

 

Der GWW e.V. bedankt sich auch an dieser Stelle bei allen Ausstellern und Werbeartikelberatern, die mit Ihren Kunden aus der Industrie auf der GWW-NEWSWEEK erschienen sind.